Die Anschlussfinanzierung 

Spätestens, wenn nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums das erste Gehalt auf das eigene Konto fließt, dann beginnt man seine Zukunft weiter zu planen. Fast jeder, der irgendwann eine Familie gründen möchte, träumt auch von einem eigenen Haus. Dank Bausparverträgen, staatlicher Förderung und Baudarlehen ist dieser Traum Schritt für Schritt zu verwirklichen. Wer die richtige Anschlussfinanzierung wählt, der zahlt auch die restlichen Raten des Baudarlehens zu einem günstigen Zinssatz zurück.

Um den Traum vom eigenen Haus verwirklichen zu können, muss man vor allem gut planen. Wer schon in jungen Jahren einen Bausparvertrag abschließt und sich über die Möglichkeiten staatlicher Förderung informiert sowie sich um ein günstiges Baudarlehen kümmert, der ist auf dem besten Wege dahin.

Die Anschlussfinanzierung: Die Chance auf günstige Zinsen

Da selbst bei gutem Einkommen und einer beachtlichen Summe, die man über den Bausparvertrag angespart hat, die Kosten für den Kauf oder Bau eines Hauses selten ganz aus der eigenen Tasche zu finanzieren sind, ist das Aufnehmen eines Darlehens gängige Praxis. Dieses deckt den Teil des Kaufpreises ab, den man selber nicht aufbringen kann. Üblicherweise läuft der Vertrag über ein solches Darlehen etwa zehn Jahre. Da ein Haus jedoch oft erst in zwanzig bis dreißig Jahren abbezahlt ist, braucht man die sogenannte Anschlussfinanzierung. Denn wenn die Zinsbindungsfrist des ursprünglichen Darlehensvertrages nach den ersten zehn Jahren abgelaufen ist, verlangt der Kreditgeber oft einen deutlich höheren Zinssatz. Der Begriff "Anschlussfinanzierung" beschreibt die Finanzierung des Darlehens genau ab diesem Zeitpunkt. Um ein Abbezahlen der Restschuld zu einem erhöhten Zinssatz zu vermeiden, sollte man sich also frühzeitig um die Anschlussfinanzierung kümmern.

Die günstige Anschlussfinanzierung über Forward-Darlehen oder Prolongation

Spätestens ein halbes Jahr vor dem Auslaufen des Darlehensvertrages sollte man sich nach einem Kreditangebot mit einem günstigen Zinssatz umschauen. Mit Hilfe dieses Kredites zahlt man dann die Restschuld bei dem ersten Darlehensgeber ab. Manchmal empfiehlt es sich sogar, bei dem ersten Darlehensgeber, also einer Bank oder einem Kreditinstitut zu bleiben und mit diesem erneut zu verhandeln. Erfolgt die Anschlussfinanzierung auf diese Weise, also ist der alte Kreditgeber auch der neue Kreditgeber, dann nennt sich dieses Prolongation, zu deutsch treffend "Verlängerung". Eine weitere Art der günstigen Anschlussfinanzierung ist das sogenannte Forward-Darlehen. Zu einem Zeitpunkt, wo der Zinssatz für den Darlehensnehmer niedrig ist, schließt er den Vertrag ab , nimmt das Geld aber erst viel später zum Ablösen der Restschuld aus dem ersten Darlehensvertrag in Anspruch. Wer optimistisch und sorgfältig in seine Zukunft als Bauherr gestartet ist, der sollte also auch die Anschlussfinanzierung mit Bedacht wählen, um bald glücklich im eigenen Traumhaus zu leben.