BaföG-Tipps – Rückzahlungsnachlass

Freitag, 16. März 2012 9:26 in BaFöG, Finanzierung, Studium

Für viele junge Menschen wäre ein Studium ohne BaföG unmöglich. Die Schattenseite an der Hilfe des Staates ist jedoch, dass man nach Ende der universitären Ausbildung nicht selten bereits eine fünfstellige Summe Schulden hat. Doch mit einigen Tipps kann man die Zahl bereits deutlich nach unten drücken. Generell empfiehlt sich jedoch, erst einmal zu warten, wie viel Geld man eigentlich zurückzahlen muss, bevor man beispielsweise Kredite aufnimmt, um die Schulden auf einen Schlag zu tilgen und so einen Nachlass zu bekommen. Denn die Höhe des möglichen Nachlasses ist abhängig von der Summe, die als Gesamtschuld zu Buch steht. Maßnahmen einleiten sollte man also erst, wenn man den Brief des Bundesverwaltungsamts erhalten hat, der einen über die eigenen BaföG-Schulden aufklärt.

Schneller studieren lohnt sich

Wer allerdings schon sein Studium begonnen, jedoch noch nicht beendet hat, der kann schon im Studium die Höhe seiner BaföG-Schuld beeinflussen. Generell gilt dabei: Schneller studieren lohnt sich. Wer unter der Regelstudienzeit bleibt, muss zum einen weniger BaföG nehmen, aber zum anderen auch weniger zurückzahlen. Prozentuale Nachlässe von 25 bis zu 50 Prozent sind möglich. In einigen Studienfächern, in denen Jahrgangsvergleiche erstellt werden, lohnt sich auch Leistung. Wer in seinem Jahrgang herausragt und zu den besten Studenten gehört, kann ebenfalls auf eine deutliche Reduzierung hoffen.

Mehr Geld zurückzahlen führt zu Ersparnissen

Aber auch während der Rückzahlung kann man seine BaföG-Schulden noch einmal deutlich reduzieren. Es ist jeder Zeit möglich, mehr als ausgehandelt zu tilgen. In solchen Fällen können noch einmal 25 Prozent der Summe, die man mehr getilgt hat, erlassen werden. Die finanziell attraktivste Variante ist jedoch die vollständige vorzeitige Ablösung. Wer sein BaföG auf einen Rutsch abbezahlt, kann bis zu 50 Prozent der Schulden erlassen bekommen. Hier gibt es aber wirklich auf die Höhe an – gängig sind 25 Prozent. In jedem Fall gilt: Eine Kreditaufnahme, die dazu dient, das BaföG vorzeitig abzubezahlen, ist praktisch immer günstiger, zumal, wenn man nicht zu einem echten Finanzinstitut gehen muss, sondern auf die Familienbank zugreifen kann. Es gibt allerdings eine Höchstgrenze für die Reduzierung. Wer aufgrund eines schnellen Studiums bereits 25 Prozent seiner Schulden erlassen bekommen hat, kann durch eine vorzeitige Tilgung nicht bis auf 75 Prozent kommen. Die Grenze liegt bei 50 Prozent.

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