BaföG-Verzögerung zu Lasten der Studenten

Montag, 12. März 2012 14:59 in BaFöG, Finanzierung

Die Voraussetzungen für eine Ausbildungsförderung sind genau im Gesetz geregelt, trotzdem kommen oft ablehnende Bescheide, welche von den dortigen Sachbearbeitern eine Förderung ablehnen (müssen). Aber auch ablehnende Bescheide, die man anfechten kann flattern ins Haus, dazu sollte die Anforderung für den Anspruch nachgelesen werden und die Begründung der Ablehnung genau gelesen werden. Ein fristgerechter Einspruch ist dann wichtig, der nur schriftlich eingereicht werden kann, da genügt kein Telefonat oder E-Mail, die Begründung des Einspruches kann nachgereicht werden. Wer kein BaföG bekommt, kann weiterführende Förderungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen, wie etwa einen Bildungskredit der KfW. Bis zu 24 Monate und mit einem Höchstbetrag von 7.200 Euro wird ein Student gefördert, die Rückzahlung ist allerdings mit Zinsen und gilt nicht im Grundstudium. Der Kredit wird bis zum 12. Semester gewährt, das Einkommen der Eltern ist nicht relevant, die Zinsen sind recht günstig.

Eine weitere Möglichkeit sind Studienkredite, Bildungsfonds oder Studiendarlehen, welche den Lebensunterhalt und etwaige Studienkosten, wie Gebühren während des Studiums, finanzieren sollen und mit monatlichen Zahlungen zwischen 100 Euro bis 300 Euro pro Monat den Studierenden unterstützen, beim Bildungskredit beträgt die Altersobergrenze 36 Jahre, eine Bonität wird nicht geprüft. Auch hochschulspezifische Angebote an Unis sollte man erfragen. Zu Ende des Studiums oder bei Abbruch fängt ohne Rücksicht auf die finanzielle Situation die Rückzahlung zu laufen an. Für die Finanzierung der Studiengebühren gibt es Studienbeitragsdarlehen, welche ausschließlich zur Finanzierung der Gebühren vergeben wird.

Ab Sommer 2012 werden KfW Studienkredite auch wahlweise mit Festzinsen angeboten, die Rückzahlung kann bis maximal 10 Jahre gewährt werden. Achtung, wer ohne Grund die Fachrichtung wechselt oder das Studium abbricht, hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Mindestförderung und die BaföG erlischt. Erstaunlicherweise sind die meisten Ablehnungen des BaföG wegen fehlenden Unterlagen, in diesem Fall können nach dem Widerspruch binnen vier Wochen die fehlenden Unterlagen nachgereicht werden. Bei Berechnungen des Einkommens der Eltern oder Ehepartner sind negative Einkünfte nicht zu berücksichtigen. Auch das Auslandsstudium wird bis zu einem gewissen Grad gefördert, genaue Informationen sollten vorher eingeholt werden, denn je nach Land und Studiengebühren variieren auch die Förderungen. Um als Studierender nicht auf der Strecke zu bleiben, sollten die Unterlagen sorgfältig ausgefüllt werden.

Schreibe einen Kommentar