Fachwechsel – so klappt’s

Sonntag, 6. Mai 2012 11:39 in Studium, Tipp

In jeden Semester entscheiden sich je nach Studiengang zehn bis 30 Prozent der Studierenden, das Fach zu wechseln, weil die erste Wahl nicht ihren Erwartungen entsprochen hat. Diese ganz persönlich psychisch extrem anstrengende Wahl wird dadurch erschwert, dass für einen Fachwechsel einige Formalitäten und verwaltungstechnische Hürden genommen werden müssen.

Der Fachwechsel: Die Formalien

Ein erstes Problem stellt sich schon beim Zeitplan: Viele Studiengänge beginnen inzwischen nur noch im Wintersemester. Möchte man sein Fach im ersten Semester wechseln, so muss man fast zwangsläufig im Sommer ein Wartesemester einplanen. Dies sollte beachtet werden. Die nächste Frage dreht sich um eine mögliche Zulassungsbeschränkung: Ist das neue Fach zulassungsbeschränkt, so muss möglicherweise eine vollständig neue Bewerbung bei der Universität eingereicht werden, um einen Studienplatz zu bekommen. Umgangen werden kann dieses Problem, wenn man einen Studierenden kennt, der aus diesem Fach in das eigene alte Fach wechseln möchte: Dann kann ein Studienplatztausch stattfinden.

Soweit zu den Spezialfällen: Generell funktioniert der Fachwechsel über das jeweilige Studiensekretariat. Als Studierenden kennt einen die Hochschule auf zwei Ebenen: Erst einmal als Mitglied der Studierendenschaft der Universität generell und dann noch als Studierender eines bestimmten Fachs. Bei einem Fachwechsel verändert sich am ersten Status nichts, weshalb einen das Sekretariat einfach in ein anderes Fach umschreiben kann, solange dieses frei ist. In der Regel reicht dafür ein Antrag aus, der innerhalb kürzester Zeit meist bearbeitet ist. Zusätzliche Dokumente, wie das Abschlusszeugnis oder ähnliches müssen nicht noch einmal neu eingereicht werden.

Der Fachwechsel: Problem BAföG

Ein Problem kann es allerdings bei der Finanzierung des weiteren Studiums geben, denn das BAföG wird nur für die Regelstudienzeit gewährt. So darf man zwar innerhalb der ersten drei Semester einmal das Fach wechseln, ohne dabei den Anspruch auf die staatliche Stütze zu verlieren, aber man hat dann im schlimmsten Fall am Ende des neuen Fachs in den letzten drei Semestern keine finanziellen Mittel mehr, um das Studium zu bezahlen. In solchen Fällen kann einem der Bildungskredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau helfen, der in der Regel für zwei Jahre gewährt wird und erst zwei Jahre nach dem Ende der Auszahlung wieder zurückbezahlt werden muss und dies auch nur, wenn man als Student bis dahin einen festen Job hat.

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