Grüne Studiengänge im Kommen

Dienstag, 27. März 2012 9:25 in Studium

Nie war es wichtiger junge Menschen auszubilden, die die komplexen Vorgänge in der Natur verstehen und zu schützen wissen. Denn sie werden in naher Zukunft wichtige Aufgaben übernehmen. Sie bauen und planen Windkraftanlagen, erforschen neue saubere Technologien und verbessern bestehende, wie zum Beispiel die Solarzellen, deren Wirkungsgrad von Jahr zu Jahr verbessert wird. Das Bewusstsein, dass man etwas unternehmen muss, um die Erde zu schützen, ist gerade bei jungen Menschen heute sehr verbreitet. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach dementsprechenden Studiengängen haben die Unis in den letzten Jahren nachgerüstet.

Zahlreiche grüne Studiengänge wie Umweltmanagment in Gießen oder Umweltwissenschaften in Koblenz/Landau sprießen überall aus dem Boden. Meist bilden die Bachelorstudiengänge die Grundlage und garantieren einen Überblick über zahlreiche Themengebiete und spezielle Abläufe in der Natur, während man sich dann im Master auf ein Fachgebiet spezialisiert, wie zum Beispiel auf Windenergietechnik an der Hochschule Bremen. Dabei teilen sich die Studiengänge grob in zwei Bereiche. Zum Einen die technischen, die sich häufig hinter der Bezeichnung Erneuerbare Energien verstecken und von Maschinenbau geprägt sind. Zum Anderen die weniger technischen, wie die bereits erwähnten Umweltwissenschaften, die dann auch Rechtliches oder BWL einbeziehen. Je nach Wahl des Bereichs ändert sich hinterher auch die berufliche Perspektive.

Mit der technischen Richtung gibt es die Möglichkeit in Energiekonzernen Kraftwerke und Maschinen zu konstruieren, die sauberen Strom liefern oder sogar vor Ort solche Anlagen aufzubauen. Wer also nicht nur eine technische Begabung hat, sondern sich auch gerne in der Natur aufhält, der kann zum Beispiel auch Windräder der neuesten Generation in den Offshore-Windparks der Nordsee aufstellen. Wählt man die eher theorethischen Studiengänge kann man später als umwelttechnischer Berater großer Industrieunternehmen arbeiten. Hier kann man direkt am Produktionsprozess eingreifen und ihn nachhaltiger gestalten. Auch im eher theorethischen Gebiet ist es durchaus denkbar ins Energiegeschäft einzusteigen. So ist beispielsweise „juwi” mit dem Sitz in Wörrstadt häufiger Anlaufpunkt Absolventen grüner Studiengänge. Das enorm expandierende Unternehmen setzt zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien und baut zahlreiche umweltfreundliche Kraftwerke. Hier kann man wieder je nach gewählter Fachrichtung als Planer, Berater, Konstrukteur, Manager etc. fungieren. Auch im städtischen Bereich werden im planerischen Bereich Menschen mit umweltbetreffender Fachkompetenz gesucht. Eins ist bei all den neuen grünen Studiengängen sicher: Sie werden immer wichtiger.

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