Kann man sich beim Bewerbungsgespräch die Fahrtkosten erstatten lassen?

Dienstag, 27. März 2012 9:22 in Geld, Schnickschnack, Tipp

Wenn man endlich den perfekten Job gefunden zu haben glaubt, denkt man am Weg zum Bewerbungsgespräch natürlich nicht vorrangig an die Kosten die dabei entstehen können aber spätestens, wenn man den Job, dann nicht bekommen hat, kommt die Ernüchterung.

Doch unter welchen Bedingungen hat man nun die Möglichkeit vom potenziellen Arbeitgeber die Fahrtkosten für die Anreise zum Bewerbungsgespräch rückerstattet zu bekommen? Natürlich ist es so, dass man Fahrtkosten in den meisten Fällen nur, dann rückerstattet haben möchte, wenn man den so sehnlichst erwünschten Job nicht bekommen hat, d.h. es wird hier wahrscheinlich nicht zu einer friedlichen Einigung kommen.

Ersetzt werden in der Regel Bahn – und Spritkosten und es sollte nicht extra erwähnt werden müssen, dass man die Kosten so gering wie möglich halten sollte. Grundsätzlich kann man sagen, hat man immer ein Recht auf Rückerstattung hat, wenn man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, d.h. derjenige der einlädt, zahlt. Und diesen Anspruch sollte man auch geltend machen, wenn dieser unausgesprochen bleibt. Am besten macht man dies in schriftlicher Form und bittet darin um die Erstattung der ausgelegten Kosten. Zu empfehlen wäre es, dies bereits höflich vor dem Bewerbungsgespräch anzusprechen, um etwaige Missverständnisse von vorn hinein auszuschließen.

Es gibt jedoch ein riesiges Schlupfloch für den Arbeitgeber. Wenn dieser im Vorhinein bereits festlegt, dass er die Fahrtkosten nicht übernehmen wird, hat der Bewerber absolut keine Chancen auf Rückerstattung. Dies muss jedoch vor dem Bewerbungsgespräch schriftlich fixiert werden und nur, dann ist diese Klausel gültig. Schließt also der Arbeitgeber die Rückerstattung von Anfang an aus, besteht kein Anspruch. Fakt ist jedoch, dass jedes anständige Unternehmen, die Kosten übernehmen wird. In vielen Fällen kommt es auch vor, dass der potenzielle Arbeitgeber die Rückerstattung erst im Nachhinein anbietet. Obwohl man die Fahrt zum Bewerbungsgespräch als Investition in die Zukunft ansehen sollte, darf man dieses Angebot annehmen.

Sollte der zukünftige Arbeitgeber jedoch zu keiner Einigung bereit sein, kann man sich immer noch Hilfe von der Agentur für Arbeit besorgen. Zum Termin nimmt man, dann die schriftliche Einladung mit und wenn diese keinen ausdrücklichen Ausschluss der Erstattung beinhaltet, wird einem hier bestimmt unter die Arme gegriffen und darüber hinaus ist es auch möglich, die Fahrtkosten steuerlich abzusetzen.

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