Lohnt sich eine private Pflegeversicherung für Studenten?

Donnerstag, 26. April 2012 10:29 in Allgemein

Studenten erhalten eine Vielzahl unterschiedlicher Versicherungsprodukte vorgeschlagen. Darunter nicht selten die private Krankenversicherung, Lebensversicherungen, Unfallversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Zunehmend besteht aber auch Interesse für die private Pflegeversicherung. Diese kann einige Vorteile bieten und ist in der Regel sehr günstig erhältlich.

Regelungen für Studenten

Grundsätzlich besteht keine Notwendigkeit einer privaten Pflegeversicherung für Studenten. Denn in der Krankenversicherung ist im Normalfall eine Pflegepflichtversicherung enthalten. Studenten bis zum 25. Lebensjahr sind ohnehin, zumeist, über die Eltern mitversichert. Brauchen sich also noch keine Gedanken über Beitragszahlungen machen. Mit Erreichen des 25. Lebensjahrs fallen sie jedoch aus der Familienversicherung raus und müssen eigenständig für ihre Kranken- und Pflegepflichtversicherung aufkommen. Dabei können Studenten einen besonderen Vorteil genießen, denn sie zahlen für ihre gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur 11,26 Euro. Vorausgesetzt es sind noch keine Kinder vorhanden und der 30. Geburtstag wurde noch nicht erreicht. Bafög-Bezieher erhalten eine pauschale Förderung in Höhe von genau neun Euro. Somit ist die Pflegepflichtversicherung für Studenten eine sehr günstige Vorsorge. Davon einmal abgesehen ist die Pflegepflichtversicherung für alle Personenkreise verpflichtend.

Warum eine private Pflegeversicherung abschließen?

Da bereits eine Pflegepflichtversicherung vorhanden ist, stellt sich die entscheidende Frage, warum Studenten noch eine private Pflegeversicherung abschließen sollten. Die Gründe sind recht mannigfaltig. Besonders hervorzuheben sind allerdings die steigenden Kosten in der Pflege, welche sich direkt auf Pflegebedürftige auswirken. In den meisten Fällen können die Kosten einer intensiven, fachmännischen und menschenwürdigen Pflege heutzutage nicht mehr ausschließlich über die gesetzliche Pflegepflichtversicherung abgesichert werden. Das bedeutet, Pflegebedürftige oder Angehörige müssten ihre Ersparnisse opfern, sofern welche vorhanden sind. Die private Pflegeversicherung kann vor finanziellen Problemen im Pflegefall schützen. Im Grunde ist die private Pflegeversicherung eine zusätzliche Altersvorsorge, die Betreuungs- und Pflegekosten abdeckt. Definitiv lohnt es sich, die private Pflegeversicherung als Altersvorsorge schon im Studentenalter abzuschließen. Je länger für die Zukunft gespart wird, desto höher fällt das später verfügbare Guthaben aus.

Grundsätzlich sollten sich Studenten vor Abschluss einer privaten Pflegeversicherung genau überlegen, welche Leistungen im Pflegefall tatsächlich benötigt werden und dementsprechend die Versicherungspolice abschließen beziehungsweise ergänzen. Berücksichtigt werden sollten auf jeden Fall die möglichen Kosten für einen Platz im Pflegeheim. Außerdem sollte beachtet werden, dass beispielsweise Unfälle dafür sorgen können, dass die Leistung schon früher benötigt wird. Hinzu können Kosten für eine häusliche Pflege, eine stationäre Unterbringung, Pflegehilfen und vieles mehr kommen. Je umfangreicher das Angebot der privaten Pflegeversicherung für die Altersvorsorge eines Studenten, desto besser.

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