Nebenjob mit Lerneffekt: Nachhilfe

Dienstag, 17. April 2012 12:30 in Allgemein, Finanzierung, Geld, Studium, Tipp

Die Vorteile des Nachhilfeunterrichts im Nebenjobs und die zu beachtenden steuerlichen Grundlagen. Nachhilfe ist unter Studenten und studierten Arbeitssuchenden eine beliebte Möglichkeit, um mit einem Nebenjob das eigene monatliche Budget aufzustocken. Neben den Vorteilen sind allerdings auch einige Dinge während der Ausübung des Nebenjobs und bereits vor der Wahl des Nebenjobs zu beachten.

Die Vorteile des Nachhilfenebenjobs

Vorteilhaft ist auf jeden Fall, dass ein hoher Grad an Allgemeinbildung aufrechterhalten wird. Denn wie allgemein bekannt, verfügt jeder Schüler zur zeit seines Abschlusses über den höchsten Grad an Allgemeinbildung. Denn das jeweilig zu unterrichtende Themengebiet muss vollständig präsent sein. Der Nebenjob ist neben dem monetären Vorteilen auch gerade deswegen so sinnvoll, weil die wichtige Fähigkeit erlernt wird, auch komplexe Sachverhalte einfach und prägnant zu erklären. Hinzu kommt, dass die Fähigkeit erlernt wird, verantwortungsbewusst mit teilweise auch schwierigen Menschen, umzugehen.

Die steuerlichen Grundlagen

Zunächst muss grundlegend die Art und Weise des Nachhilfeunterrichts unterschieden werden. Wenn man als Aspirant für die Nachhilfe im Rahmen der Selbständigkeit agiert, also von einem festen Anbieter keine Lernwilligen zugeteilt bekommt, ist eine eigenverantwortliche Rekrutierung der Schüler erforderlich. Der Nachhilfelehrer, der auf die Einnahmen aus der Nachhilfe angewiesen ist, kann sich diesem Fall nicht das zu unterrichtende Fachgebiet aussuchen. Die Beschaffung der Schüler kann durch Aushänge in der Schule am “schwarzen Brett”, Aushänge in den Universitäten, Gespräche mit den Lehrern, die Annonce in einer Zeitung oder über den Freundes- und Bekanntenkreis, erfolgen. Da steuerrechtlich das Welteinkommensprinzip gilt, ist die Abgabe einer Einnahme-Überschussrechnung jährlich beim Finanzamt erforderlich. Erforderlich sind abhängig vom Einzelfall mindestens der Mantelbogen und die Anlage S.

Wer beispielsweise als Minijobber tätig ist, muss bis 410, 00 € nichts weiter tun, da der Arbeitgeber, wie beispielsweise der Studienkreis allein die Sozialabgaben entrichtet. Da der Grundfreibetrag vorbehaltlich dessen, dass keine weiteren Einnahmen vorliegen, nicht überschritten werden, wird in der Regel auch keine Steuererklärung von Studenten verlangt werden. Das ergibt sich daraus, dass mangels gezahlter Steuern auch nichts zum erstatten vorhanden ist. Vorbehaltlich dessen, dass weitere Einnahmen vorliegen, die zur Überschreitung des Grundfreibetrages nach den obligatorischen Abzügen führen, müssen aber womöglich Steuern gezahlt werden. In der Gleitzone von 410 – 800, 00 € liegt eine Tätigkeit auf Lohnsteuerkartenbasis vor. Der Steuersatz steigt in diesem Bereich sehr stark an auf bis zu 21 % an.

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