Seit 175 Jahren gilt bei uns: ohne Abitur kein Studium

Sonntag, 28. Juni 2009 11:49 in Allgemein

Der berühmte Karl Marx war 1835 einer der ersten, der eine Reifeprüfung ablegen musste, um studieren zu können. Während man früher auch mal aufgrund seines Standes ohne Abschluss an eine Universität gehen konnte, war dies im Deutschen Reich seit dem 4. Juni 1834 passé. Die Preussen sorgten für Ordnung und verlangten nunmher insgesamt sechs Tests, um die Reife nachzuweisen.

Neben Aufsätzen in deutscher und lateinischer Sprache waren dies Übersetzungen ins lateinische und französische sowie aus dem griechischen und eine  Mathe-Arbeit. Karl Marx lebte damals noch in Trier und dort gehörte zusätzlich eine Religionsarbeit zur Abschlussprüfung. Ausserdem wurden alle Fächer zudem auch noch mündlich geprüft.

Hintergrund für die Einführung dieser Test war damals die Sorge, dass die Universitäten sonst zu schnell überfüllt wären. So erblickte der Numerus clausus also die Welt.

Heute regt sich über solche Prüfungen niemand mehr auf, während früher schon mal die Erkenntnis reifte, dass “die Gesundheit und Lebenstüchtigkeit der Gymnasiasten durch die Vielzahl der Unterrichtsgegenstände massiv Schaden nimmt.” Wie die Zeiten sich doch geändert haben. Aber auch in diesen Zeiten gibt es immer Leute die ohne Studium zum Mitarbeiter Nr.1 avancieren können.

Und was aus Karl Marx wurde, sollte uns allen ja hinlänglich bekannt sein, oder?

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