Studienplatz einklagen – lohnt sich das?

Donnerstag, 29. März 2012 12:19 in Allgemein, Studium, Tipp

Warum man den Kopf nach dem Ablehnungsbescheid nicht unbedingt hängen lassen muss! Man hat einen Traum, schon seit der Kindheit, doch nach dem Schulabschluss wird klar: Daraus kann nichts werden! Muss das sein? Eine Möglichkeit ist es den Studienplatz einzuklagen.

Die Klage fängt mit dem sogenannten “Kapazitätsantrag” an. In diesem wird der Universität, bzw. der Lehreinrichtung, vorgeworfen ihre Kapzität nicht ausgeschöpft und noch weitere Studienplätze “in der Hinterhand” zu haben. Neben diesem muss man einen Eilantrag an das Verwaltungsgericht stellen, in dem man eine vorläufige Zulassung fordert. Nun ist die Einrichtung am Zug: Sie müssen die gestellte Klage widerlegen. Ist dies zu viel Aufwand oder schlicht unmöglich stehen die Chancen auf eine Zulassung sehr gut. Generell gelten folgende Richtlinien, an die man sich halten sollte, will man seine Chancen auf eine Zulassung erhöhen:

- Am Besten kontaktiert man einen entsprechenden Anwalt schon bevor man den Ablehnungsbescheid bekommt, da auch bei der Klage bestimmte Fristen einzuhalten sind. Um die anfallenden bürokratischen Arbeiten zu lösen sollte man früh dran sein.

- Je kleiner und “ungefragter” der Studiengang ist, desto höher sind die Chancen auf einen Platz. Logisch: Je mehr Kläger einen zusätzlichen Platz einfordern, desto geringer werden die Chancen und umgekehrt. Doch nicht verzagen: Auch bei gefragten Studiengängen, wie der Medizin, Zahnmedizin und co. gibt es realistische Chancen. Der richtige Anwalt und eine überzeugende Klage können Berge versetzen. Innerhalb einer Fachrichtung gilt: je kleiner die Uni, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Platz.

- Desweiteren sollte man sich stets an mehreren Unis einklagen. Dies bedeutet natürlich auch, dass man nicht an einen Ort gebunden, sondern flexibel sein sollte.

Also: für Menschen mit einem Traum ist das Einklagen eine relevante Möglichkeit, die man nicht einfach unterschlagen sollte. Ein wenig Kleingeld und etwas Geduld sollte man jedoch aufbringen, denn ein Anwalt kann teuer und das Verwaltungsgericht langsam sein. Wenn man sich für das Wintersemester einklagt, sollte man damit rechnen erst im darauffolgenden Sommersemester anfangen zu können. Für Menschen mit dem kleinen Geldbeutel gibt es auch die Möglichkeit, auf den Anwalt zu verzichten. Theoretisch kann man die Klage auch auf eigene Faust stellen, jedoch sollte man sich vorher gut informieren. Also liebe “Abgelehnten”: gebt die Hoffnung nicht auf, alles ist möglich!

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