Wann wird man in der Kfz Versicherung zurückgestuft?

Sonntag, 6. Dezember 2009 12:02 in Autoversicherung, Versicherung

Umfang einer KFZ Versicherung
Wer in Deutschland ein Fahrzeug im Straßenverkehr führen will, ist verpflichtet es bei der Zulassungsstelle anzumelden und eine Haftpflichtversicherung abschließen. Bei der Erstanmeldung eines Fahrzeuges auf den Halter, wird von der Versicherung eine Einstufung vorgenommen, die nach mehreren unfallfreien Jahren bis auf 30% herabgestuft werden kann und als Schadensfreiheitsrabatt bezeichnet wird. Weitere Versicherungen, die wahlweise abgeschlossen werden können, sind eine Teil- oder Vollkasko.

Mit dem Abschluss einer KFZ Versicherung werden folgende Schäden abgedeckt. Personenschäden für Folgeschäden wie Heilkosten, eine Rente oder Invaliditätszahlungen. Vermögensschäden allgemein und Sachschäden am jeweils anderen Auto. (Teil- und Vollkaskoversicherungen haften für die Schäden am eignen Auto) Des Weiteren sind noch immaterielle Schäden wie Schmerzensgeldzahlungen abgesichert.

Einstufung und Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts
Dem Fahrzeughalter werden je nach Anzahl der unfallfreien Jahre Rabatte gewährt, die an der Grundprämie abgezogen werden. Dies ist eine Art Belohnungssystem für umsichtigeres Autofahren, anders müssten die Wenigfahrer oder die mit weniger Unfällen immer für die Risikoreicheren mithaften, dass wäre nicht fair. Eine Rückstufung erfolgt wenn ein Schaden an die Versicherung gemeldet wurde. Je nach Schadenshöhe wird der Versicherungsnehmer dann Prozentual wieder hoch gestuft.
Hat der Versicherungsnehmer jedoch bereits die niedrigste Stufe SF 25 oder mehr, erreicht und fuhr mehrere Jahre unfallfrei, kann der Rabattretter zum Einsatz kommen. Hier wird zwar die Schadensfreiheit herunter gesetzt, es bleiben aber dennoch die 30% erhalten. Grundsätzlich wird die Vollkasko Versicherung gesondert mit Rabatten errechnet, die Teilkasko bewegt sich in der Regel immer auf dem gleichen Niveau wie die Haftpflichtversicherung.

Hin und wieder kommt es vor, dass es sich rein rechnerisch nicht lohnt einen Schaden der Versicherung zu melden, weil die Höherstufung in der Summe teuer ist, als den Schaden aus der eigenen Tasche zu zahlen. In der Regel ist die Versicherung dazu verpflichtet, bei einem Schaden bis 500,00€ die Günstigerstellung zu berechnen und berücksichtigen. Nach Abmelden des Fahrzeuges bleibt dem Versicherten der Schadenfreiheitsrabatt für sieben Jahre erhalten, auch wenn er in dieser Zeit keine KFZ Versicherung in Anspruch nimmt.

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