GEZ-Befreiung während des Studiums

Studierende müssen informiert sein, was in der Welt passiert. Dazu würde zwar eine Tageszeitung, möglichst überregional, schon reichen. In Zeiten der bewegten Bilder nimmt der Fernseher allerdings zunehmend die Rolle als Hauptinformationsquelle ein. Ein neues oder auch gebrauchtes Gerät kostet in der Anschafft je nach Größe und Technik nicht unbedingt die Welt. Dafür hält die Gebühreneinzugszentrale, vielen besser unter ihrem Kürzel GEZ bekannt, jeden Monat die Hand auf, für jedes Radio, jedes TV-Gerät und internetfähigen PC. Über 51 Euro werden im Vierteljahr vom Konto abgebucht. Und wer sich drückt, hat irgendwann Besuch vor der Haustüre, der sich – glaubt man den vielen Berichten – auch nicht scheut, in der Mülltonne nach Hinweisen auf mögliche Schwarzseher und -hörer wühlen.

Um sich den Ärger mit der GEZ zu sparen, sollte man seine Geräte also möglichst anmelden und in den sauren Apfel beißen. Denn als Student hat man durchaus die Möglichkeit, sich von der Pflicht, die öffentlich-rechtlichen Sender zu finanzieren, befreien zu lassen. Voraussetzung dafür sind der Bezug von Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, sprich BAföG, und eine eigene Bude. Das heißt für Studenten, die keinen Anspruch auf BAföG haben, dass ihre Chancen auf einen GEZ-Befreiung nur minimal sind. Für den Fall muss schon ein besonderer Härtefall nachgewiesen werden. Ständig Ebbe im Portmonee und nur ein geringes Einkommen zu haben, reicht der GEZ nicht aus.

Sie verlangt eine beglaubigte Kopie des BAföG-Bescheides. Alternativ kann das BAföG-Amt auf dem Antrag zur GEZ-Befreiung bestätigen, dass die Kopie mit dem Original übereinstimmt. Ohne diesen Antrag geht gar nichts. Er muss Jahr für Jahr erneuert werden. Sollten die Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz bereits beantragt worden, aber noch nicht bearbeitet oder bewilligt worden sein, kann man den Bescheid nachreichen. Wer sich damit zu viel Zeit lässt, muss eventuell erst zahlen, um das Geld später erstattet zu bekommen.

Auf jeden Fall macht man die Gebühreneinzugszentrale mit dem Antrag auf sich aufmerksam und das heißt angesichts der angeblichen Praktiken nicht immer etwas Gutes. Wer schon vorher einen Fernseher besaß, muss damit rechnen, dass er noch nachträglich zur Kasse gebeten wird. Und da die Befreiung erst im Monat nach dem Antrag greift, muss zumindest für einen Monat GEZ gezahlt werden. Daher ist es besser, den Apparat später anzuschaffen und das geplante Kaufdatum im Antrag als den Termin zu nennen, ab dem das Gerät bereitgehalten wird und damit GEZ-pflichtig ist.

Weitere Informationen und den Befreiungsantrag gibt es auf der Seite der GEZ