Auslandssemester

Was ist das überhaupt?
Unter einem Auslandssemester versteht man den studienbezogenen Aufenthalt mit einer Dauer von ein bis zwei Semestern im Ausland.

Wann ist ein Auslandssemester sinnvoll?
Für Bachelor-Studierende ist ein Auslandssemester frühestens im dritten Semester ratsam. Meist liegen zum Bewerbungszeitpunkt erst dann Beteiligungsnachweise und Prüfungsergebnisse vor, die bei der ausländischen Hochschule eingereicht werden können. Außerdem lässt sich der Aufenthalt dann sinnvoll in den Gesamtstudienplan einbauen, da Kursangebote, Prüfungsleistungen oder persönliche Präferenzen besser eingeschätzt werden können.
Für Magister- oder Diplomstudenten gilt dies im Hauptstudium.

Organisation – aber richtig!
Für die Organisation sollte man ein bis eineinhalb Jahre einplanen, um gut informiert zu sein und den Aufenthalt sinnvoll nutzen und auch genießen zu können. Zur Unterstützung gibt es einige Stellen, an die sich Studierende wenden können, wie das Akademische Auslandsamt oder Auslandsbeauftragte der eigenen und der ausländischen Hochschule. Hier werden gerne Fragen zu Sprachtests, Stipendienmöglichkeiten, Bewerbungsunterlagen oder Visa beantwortet. Das Bachelor/ Master-System und die Vergabe von Credit-Points ermöglicht grundsätzlich die Anerkennung von Leistungen, die während des Auslandssemesters erbracht werden. Jedoch ist die Anerkennung in der Praxis oft abhängig von der eigenen Hochschule und den Dozenten, deswegen ist eine Absprache unbedingt sinnvoll.

Wie finanziert man so ein Auslandssemester?
Studiengebühren gibt es nicht nur in Deutschland. Förderorganisationen wie das ERASMUS-Programm oder der DAAD bieten die Übernahme von Semestergebühren und/ oder eine monatliche Unterstützung an. Gute Noten und die richtige Motivation zählen zu den wichtigsten Anforderungen an die Bewerber. Zudem besteht die Möglichkeit auf Auslands-BAföG oder Bildungskredite.

Warum ein Auslandssemester?
Neben der Verbesserung der Fremdsprache macht das Kennenlernen des Landes und seiner Kultur oft den größten Reiz aus. Außerdem sind die gesammelten Auslandserfahrungen ein Pluspunkt im Lebenslauf und dienen der persönlichen Entwicklung. Die meisten Hochschulen bieten Klubs oder Tutorien an, die ausländischen Studenten den Start erleichtern und somit auch den Aufbau eines internationalen Netzwerks ermöglichen.