Diplom

Ursprung
Der Begriff Diplom stammt vom griechischen Wort „diploma“ ab und bedeutet übersetzt „zweifach gefaltetes Schreiben“. Ursprünglich war Diplom eine Schreibtafel, die aus zwei Blättern zusammengelegte wurde.
Bei den Römern in der Antike wurde das Diplom zu amtlichen Zwecken verwendet und meinte eine Urkunde, die mit einer Unterschrift versehen und durch ein Siegel beglaubigt wurde.
Es sollte bis ins 17. Jahrhundert hinein dauern, bis sich der Begriff erneut verbreitete, zunächst als Beschreibung amtlicher geschichtlicher Auszeichnungen, später als würdevolle Auszeichnung über besondere akademische Leistungen.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden durch Beglaubigungsschreiben ausgewiesene ausländische Politiker als Diplomaten bezeichnet.

Das Diplom in Deutschland
Das Diplom ist eine Urkunde über die besonderen Leistungen bei Prüfungen, sowohl an akademischen als auch nicht- akademischen Bildungseinrichtungen. An Berufsakademien bezeichnet Diplom den stattlichen Abschluss (Mit dem Zusatz „BA").
Ein Studium an den anwendungsorientierteren Fachhochschulen wird mit dem Zusatz „FH“ abgeschlossen.
Seit 11. Oktober 1899 existiert das Diplom als Hochschulgrad. Dies geschieht durch königlichen Erlass in Preußen zunächst als Grad eines Ingenieurs.
Die Regelstudienzeit im Diplom- Studiengang beträgt acht bis zehn Semester. Es gliedert sich in Grundstudium (vier Semester mit Abschluss einer Zwischenprüfung) und Hauptstudium (vier bis sechs Semester mit Abschlussprüfungen) auf.
Das Diplom ist in Deutschland der häufigste akademische Grad und wird gemäß & 18 des Hochschulrahmengesetztes ausschließlich von Hochschulen als solcher verliehen. Diplom Studiengänge bereiten traditionell auf akademische Berufe in den Bereichen Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Sozialwissenschaften vor.

Der Bologna-Prozess
Alle Diplomstudiengänge laufen in ganz Deutschland bis 2010 weitestgehend aus. Sie werden bis auf einige wenige Ausnahmen durch das gestufte System der Bachelor und Master Studiengänge ersetzt.
In der Kultusministerkonferenz (KMK) vom 12. Juni 2003 wird bezüglich der besoldungsrechtlichen Einordnung der neuen Masterabschlüsse beschlossen, das FH-Absolventen und Bachelor Absolventen dem gehobenen Dienst, Master Absolventen dem höheren Dienst zugeordnet werden.