Geringfügige Beschäftigung

Definition

Eine Geringfügige Beschäftigung ist eine Beschäftigung bei welcher das regelmäßig erhaltene Lohnentgelt höchstens 400 Euro pro Monat beträgt. Diese Form der Beschäftigung ist auch bekannt als Minijob. Grundsätzlich können auch Privathaushalte Minijobber beschäftigten.

Die Arbeitgeberseite

Für geringfügig Beschäftigte führen Arbeitgeber pauschale Sozialversicherungsbeiträge ab. Auch die Lohnsteuer und Umlagen für die Lohnfortzahlungsversicherung müssen sie entrichten. Arbeitgeber müssen ihre Minijobber zur gesetzlichen Unfallversicherung anmelden und die Beiträge entrichten. Vorteilhaft ist, dass Arbeitgeber diese Ausgaben steuerlich geltend machen können.

Die Arbeitnehmerseite

Minijobber haben grundsätzlich dieselben Rechte und Pflichten wie versicherungspflichtige Arbeitnehmer. Um ihren Steuervorteil nicht zu verlieren müssen sie sehr genau auf die Verdienstgrenzen achten. Grundsätzlich kann neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung eine geringfügige Beschäftigung versicherungsfrei ausgeübt werden. Jede weitere geringfügige Beschäftigung wird mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und damit versicherungspflichtig. Wenn ein Arbeitnehmer keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung hat und mehrere geringfügige Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern ausübt, werden die Einkünfte zusammengerechnet. Sollte die 400 Euro-Grenze überschritten werden, werden die einzelnen Beschäftigungen versicherungspflichtig. Auch wenn ein Beschäftigungsentgelt sich in der Gleitzone zwischen 401 und 800 Euro bewegt, ist er versicherungspflichtig.

Besondere Berufsgruppen

Für verschiedene Menschen gelten besondere Bestimmungen, die bei geringfügigen Beschäftigungen angewendet werden können. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Schüler und Studenten. Schüler haben keine besonderen Bestimmungen hinsichtlich einer geringfügigen Beschäftigung zu beachten, müssen sich aber an die vorgeschriebenen Altersgrenzen achten: Schüler unter 15 Jahre und voll schulpflichtige Schüler haben ein Beschäftigungsverbot. Ab 13 dürfen sie mit Einwilligung der Eltern grundsätzlich zwei Stunden am Tag altersgerecht arbeiten. Ab 15 Jahren dürfen sie höchsten 8 Stunden am Tag arbeiten. Studenten haben keine Sonderregeln zu beachten, wenn sich eine Beschäftigung tatsächlich im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung bewegt. Wenn eine Beschäftigung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von über 20 Stunden ausgeübt wird, oder eine Tätigkeit als Werkstudent ausgeübt wird, kann eine Beschäftigung unter bestimmten Bedingungen versicherungspflichtig sein.