Die PKV und das Prinzip der Kapitaldeckung

Die PKV ist der Verband der deutschen Krankenversicherungen e.V., die sich in erster Linie für die Versicherung der Bahnbeamten und Postbeamten zuständigt fühlen. Insgesamt gehören ihm 46 ordentlliche und 1 außerordentlicher Mitgliedsverband an. Zuständig sieht sich der PKV für die privaten Krankenversicherungen, die privaten Pflegeversicherungen und vertritt die Interessen seiner Mitgliedsunternehmen, unter denen beispielsweise die Allianz, die Arag, die Axa, die Barmenia, die DEVK und die DKV, die HUK Coburg, die Inter, die R+V in alphabetischer Reihenfolge zu den bekanntesten gehören.

Die soziale Pflegeversicherung (der gesetzlich Krankenversicherten), eingeführt 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung, ist umlagenfinanziert und muss die demographisch immer deutlichere Entwicklung hin zu mehr alten, pflegebedürftigen Menschen mit Beitragserhöhungen Berufstätiger auffangen. So wurde bereits vor 6 Jahren ein Minus von 830 Millionen erwirtschaftet. Außerdem ist sie nicht nach dynamischen System organisiert, das den Geldwertverlust über Jahre hin auffängt. Der augenblickliche Verlust liegt bei 17,3 Prozent.

Das Prinzip der Kapitaldeckung der PKV sorgt dafür, dass rechtzeitig jede Generation von Pflegbedürftigen durch Altersrückstellung eine Basis für die eigene Pflegebedürftigkeit schafft. Finanzierungslasten werden dadurch nicht auf kommenden Beitragszahlergenerationen verschoben, sondern von den Versicherten für sich selbst rechtzeitig angespart. Damit wird ein Kapitalstock zur Zukunftssicherung angelegt und die nachfolgenden Generationen weniger stark belastet. Dafür aber sind die Beiträge deutlich höher. Bisher wurden 16,5. Milliarden Euro in dem Kapitalstock angelegt.
Die PKV erreicht mit dem Prinzip der Kapitaldeckung, dass die privaten Beiträge zu Pflegeversicherung im Alter stabil bleiben und die Versicherten nicht von demographischen (Fehl) -Entwicklungen abhängen.
Könnten alle Menschen mit Beginn des Berufsalters so versichert werden (auch die gesetzlich Versicherten), würde der Beitrag zur monatlichen Versicherung nur 13 € betragen. Es ist eine Frage des politischen Willens den Alten, Pflegebedürftigen, Demenzkranken auch die ambulante oder stationäre Pflege zukommen zu lassen, die ihnen gebührt. So aber haben wir augenblicklich ein zwei Klassen System.