Lohnsteuer

Die Lohnsteuer wird als eine Einkommenssteuer für nicht selbstständige Tätigkeiten erhoben. Jedes Jahr wird allen Deutschen, die im arbeitsfähigen Alter sind, eine Lohnsteuerkarte zugeschickt. Die zu entrichtende Lohnsteuer wird nach der sogenannten Lohnsteuerklasse berechnet, die auf der Lohnsteuerkarte vermerkt ist. Der Arbeitgeber begleicht die Lohnsteuer, Schuldner dieser direkten Steuer ist jedoch der Arbeitnehmer. Die Lohnsteuer wird vom Bruttolohn abgezogen. Der Arbeitgeber muss für die korrekte Abführung der Lohnsteuer haften und kann durch eine Lohnsteueraußenprüfung kontrolliert werden. Die entrichtete Lohnsteuer wird bei einer Einkommenssteuerveranlagung als Steuer Vorauszahlung mit der Einkommenssteuer verrechnet. Bei einem Lohnsteuerabzug werden einige Freibeträge berücksichtigt. Seit 2010 wird ein Grundfreibetrag über 8004 Euro gewährt. Auch wird eine Arbeitnehmerpauschale von 920 Euro, ein Betrag von 36 Euro für Sonderausgaben und zudem noch die bruttolohnabhängige Vorsorgepauschale berücksichtigt.

Die Lohnsteueranmeldung
Eine Lohnsteueranmeldung wird auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck abgegeben. Neben der Lohnsteuer werden vom Arbeitgeber auch die Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag einbehalten, diese Gelder sind innerhalb von zehn Tagen nach dem Anmeldezeitraum beim Betriebsstättenfinanzamt abzuführen. Der Anmeldezeitraum beträgt bis zu einer abzuführenden Summe von 800 Euro das laufende Kalenderjahr. Bei Beträgen bis 3000 Euro wird das laufende Quartal als Zeitraum gewertet.

Zur Lohnsteuer
Gemeinsam mit den Sozialbeiträgen, die durch die Arbeitnehmer abgeführt werden bildet die Lohnsteuer den Unterschied zwischen dem Brutto- und Nettogehalt. In den letzten Jahren hat der Anteil der Lohnsteuer im Gegensatz zu den Unternehmenssteuern etwas zugenommen. Hier ist nun die Rede davon, dass sich ein Lohnsteuerstaat bildet. Aufgrund der Höhe der Lohnsteuer sinken die Nettolöhne oder die Arbeit verteuert sich. Erstes führt dazu, dass weniger Geld in die Wirtschaft fließen kann, zweites führt zu einer geminderten Nachfrage nach Arbeit, dieses führt zur Arbeitslosigkeit. Dennoch ist die Lohnsteuer ein nötiges Mittel der Geldbeschaffung unseres Staates, der horrende Summen für die anfallenden Kosten benötigt.