Zins

Unter Zinsen versteht man die prozentuale Vergütung für ein Entgelt in einem bestimmten Intervall, das in der Regel ein Jahr beträgt.
Sie können je nach Fall entweder eine Ausgabe oder eine Einnahme darstellen. Die Höhe der Zinsen, also die prozentuale Entwicklung des Geldes pro Jahr, kann verschiedene Gründe haben. Zum einen spielt die Marktlage eine große Rolle. Hier lässt sich mittels des Marktmodells und den Faktoren "Angebot und Nachfrage" eine geeignete Höhe des Zinses errechnen. Jedoch spielen auch weitere Faktoren, die eher den Eigentümer des Geldes betreffen, eine Rolle, wie etwa der Faktor Sicherheit.

Bei Zinsen unterscheidet man zwei verschiedene Arten von Zinsen: Zum einen der Guthabenzins, zum anderen der Schuldzins.

Der Guthabenzins wird für die Verzinsung von Anlagen oder Investitionen benutzt. Hier erhöht sich der verzinste Geldbetrag pro Jahr, meistens in einem festen Rahmen. Beispiele hierfür sind das Sparbuch oder eine Geldanlage. Zu beachten hierbei ist, dass sich der Zins bei verlängerter Anlagezeit erhöht.
Hier dient der Zins einer Belohnung dem Anleger gegenüber, da er Vertrauen gegenüber dem Geldinstitut zeigt, das mit der Anlage indirekt ebenfalls profitiert.

Der Schuldzins wird für Kredite oder Investitionen benutzt, bei denen der Anbieter einen zeitlichen Kapitalausfall erleiden muss und somit von den Zinsen profitiert; er erhält einen "Zinsertrag". Es erfolgt eine Inanspruchnahme einer bestimmten Geldsumme. Die anfallenden Zinsbeträge erhält der Kreditgeber. Zu beachten hierbei ist, dass bei steigender Laufzeit, der Zinssatz fällt. Zudem spielt bei der Höhe des Zinses auch die Sicherheit eine Rolle. Dem Anbieter ist es wichtig, dass die Zahlungen regelmäßigen erfolgen. Daher kann er individuelle Zinsen für jeden Kunden festlegen.
Die häufigste Form eines Schuldzinses ist die Baufinanzierung.