Haftpflichtversicherung Berufsunfähigkeits-
versicherung Private Unfallversicherung
und Mobilfunk Glossar
Zinseszins
Der
auf den ersten Blick und in Anbetracht von
verhältnismäßig geringer
Kapitalanlage unscheinbare Zinseszins hat es auf den zweiten Blick in
sich. Er
kann, eine gewisse Laufzeit vorausgesetzt, schnell zum entscheidenden
Faktor
werden, wenn es darum geht, Kapital sich selbständig vermehren
und anwachsen zu
lassen. Für einen angenommenen Betrag von zum Beispiel tausend
Euro mit,
wiederum fiktiv, fünf Prozent Zinsen, entfallen nach dem
ersten
Abrechnungszeitraum entsprechend fünfzig Euro auf das
Anfangskapital. Das ist
noch kein Zinseszins. Nach dem zweiten Abrechnungszeitraum
ändert sich das
System mit Zinseszins jedoch. Noch geringfügig zwar und eben
unscheinbar, aber
es ändert sich der Zinsgewinn bereits um zwei Euro
fünfzig. Denn der neue Zins
wird jetzt für die bereits mit Zinsen belegte gesamte
Kapitalmenge berechnet.
Es werden jetzt die Zinsen für tausendfünfzig statt
für anfangs tausend Euro
zur Grundlage genommen.
Wenn man bedenkt, dass bei langen Laufzeiten, etwa über
Jahrzehnte, auf diese
Art weiter aufgebaut und addiert wird, erkennt man schnell, dass der
Zinseszins
eine, wenn nicht gar die entscheidende Rolle für die
Kapitalvermehrung spielt.
Allerdings ist diese Methode zur sich immer schneller beschleunigenden
Vermehrung des Kapitals natürlich auch Bankern und
Zinsrechnern jeder
Wirtschaft bekannt, sodass gewisse Rahmenbedingungen geschaffen worden
sind,
die verhindern sollen, dass eines Tages eine Person oder Gesellschaft
einen
unauszahlbar hohen Betrag von Vermögen angehäuft hat,
wie es etwa in Andreas
Eschbachs Roman „Eine Billion Dollar“ geschieht.
Dort nämlich erbt eine
Einzelperson eine Billion, die ein Urahn vor fünfhundert
Jahren als mittelgroße
Investition mit Zinseszins angelegt hatte.
Neben der ohnehin bestehenden Inflationsrate wurden zusätzlich
Instrumente geschaffen,
die genau solcherart Entwicklung entgegen wirken.









