Mietschulden gehen zurück

Die Mietschulden in Deutschland sind im letzten Jahr zumindest bei den großen Wohnungsgesellschaften zurückgegangen. Bundesweit sanken die Mietschulden bei den Unternehmen im Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) um rund drei Prozent von 543 Millionen Euro auf nun 527 Millionen Euro. Seit dem Jahr 2003 sind die Schulden damit um rund 30 Prozent gesunken. Die im GdW vertretenen etwa 3000 Wohnungsunternehmen bewirtschaften circa sechs Millionen Wohnungen, was rund jede dritte Mietwohnung in Deutschland bedeutet.

Gesamte Vermietungsbranche beklagt Anstieg

Durch eine weitere Professionalisierung des Mietschulden- und Vermietungsmanagements und durch eigene Betreuungs- und Beratungsstellen an säumige Zahler von der Seite der Wohnungsunternehmer könnte eine positive Entwicklung auf dem Mietmarkt erreicht werden. Genauso sorgt die Zusammenarbeit mit Schuldnerberatungs- und sozialen Einrichtungen dafür, dass die Mietrückstände sich gar nicht mehr auf Dauer anhäufen können. In Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise sei es damit gelungen, dass sie den positiven Trend im Bereich der Mietschuldenminderung aufrechterhalten konnten. Entgegen dem Trend stehe das Ergebnis in der gesamten Branche der Vermietung. Von dort aus wurde gerade noch in jüngster Zeit ein wiederholter Anstieg der Mietschulden beklagt.

Neue Länder mit größerer Zahl

Die Mietschulden machen bezogen auf die Gesamtmieteinnahmen im Bundesdurchschnitt einen Anteil von 2,8 Prozent der Jahressollmiete im gesamten Bundesgebiet aus. Die Schulden entsprechen in den alten Ländern 2,4 Prozent der gesamten Nettokaltmieten und in den neuen Ländern liegt die Zahl mit 3,8 Prozent etwas höher. Demnach führten die westdeutschen GdW-Unternehmen zum Ende des Jahres 2009 rund 284 Millionen Euro Mietschulden in ihren Unterlagen und die ostdeutschen 243 Millionen Euro.